Entstehung von Allergien

Die Neigung zu allergischen Reaktionen ist meist erblich veranlagt. Ob sie schließlich als Erkrankung in Erscheinung tritt, hängt von Umweltfaktoren ab. Man kann das Risiko, aufgrund erblicher Belastung Allergien zu entwickeln berechnen. Hat ein Elternteil eine Allergie, erbt das Kind die Tendenz ebenfalls allergisch zu reagieren mit einer Wahrscheinlichkeit von 35%. Sind beide Elternteile betroffen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%. Sind beide Eltern gesund, haben aber bereits ein allergisches Kind, besteht bei jedem weiteren Kind die Wahrscheinlichkeit von 20%, ebenfalls zu erkranken.

Eine Allergie richtet sich immer gegen einen bestimmten Stoff und entsteht nach mehrmaligem Kontakt. Manche Kinder werden schon im Mutterleib durch die Nahrung der Mutter sensibilisiert. Auch beim Stillen kann ein Kind auf Nahrungsmittel, die die Mutter zu sich genommen hat reagieren. Seine Dünndarmwand ist in den ersten Lebensmonaten sehr durchlässig für große Moleküle, so dass der Säugling Antikörper gegen Infektionen mit der Muttermilch aufnehmen kann. Andererseits werden auch große Nahrungsmittelmoleküle resorbiert, und lösen eine allergische Sensibilisierung aus. Möglichst langes Stillen und ein ausgewogener Speisezettel der Mutter sind die beste Vorbeugung dagegen. Auch bei Neurodermitikern ist die Darmwand oft sehr durchlässig. Hinzu kommt noch ein Mangel an IgA, so dass Umweltgifte und Allergene ungehindert passieren können.

Die steigende Anzahl allergischer Erkrankungen ist eine Folge der zunehmenden Umweltbelastung. Es ist nicht nur wichtig, immer bessere Therapien zu entwickeln, sondern auch, die Ursachen zu erkennen und dagegen anzugehen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung tragen Schutzimpfungen nicht zum Entstehen neuer Allergien bei.


Home - Allergie allgemein - Arten - Ursachen - Lymphozyten - Pollenallergie - Tierhaarallergie - Lebensmittelallergie